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Jetzt erst recht: mit frischen Ideen durchstarten.

Noch bis vor wenigen Wochen war eine der größten Herausforderungen im stationären Einzelhandel die Digitalisierung und das damit einhergehende, sich verändernde Käuferverhalten. Heute ist es ein kleiner Virus, der uns alle vor die größte, jemals dagewesene Herausforderung stellt. Der Unterschied ist: während man sich bisher Strategien überlegt hat wie Umsatzverlagerungen in den Onlinehandel aufgefangen werden können, leiden heute die einen unter Hamsterkäufen und andere stehen vor dem totalen Umsatzverlust. Besonders dramatisch ist die Situation für all die Restaurants und Kneipen sowie die unzähligen kleinen Händler und Fachgeschäfte, die schließen mussten. Selbst für diejenigen, die den Corona-Shutdown eine gewisse Zeit überstehen können stellt sich die Frage, ob und wann tatsächlich ein Neustart erfolgen kann. Was wir jetzt extrem dringend brauchen, ist schnelles Handeln mit frischen Ideen.

Corona verlangt, neue Wege zu gehen. Das erfordert unternehmerisches Denken, sprich für sich und das eigene Unternehmen die aktuell veränderten Rahmenbedingungen zu analysieren, blitzschnell neue Kundenbedürfnisse zu identifizieren und das eigene Geschäftsmodell anzupassen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die es zu nutzen gilt. Darunter vieles, was so mancher schon im Zuge der Diskussion um die Digitalisierung angedacht hat – und damit ist nicht zwingend die Einrichtung eines Onlineshops gemeint.

Von mindestens ebenso existentieller Bedeutung ist die Zusammenarbeit von Handel und Gewerbe in Stadtteilen, Städten oder Regionen. Nicht auszudenken ist die Situation in unseren Innenstädten, wenn von den Restaurants, Kneipen oder Cafés und den vielen Geschäften, die die Attraktivität in unseren Städten ausmachen, nach Corona etliche nicht mehr existieren. Spätestens dann kann es auch für diejenigen prekär werden, die zwar nach Corona wieder öffnen aber dann mit anderen Rahmenbedingungen konfrontiert sind.

Es ist also zwingend notwendig, dass

1. jedes Unternehmen für sich passende Maßnahmen entwickelt,
2. gemeinsame Maßnahmen in Kooperationen erarbeitet und durchgeführt werden und
3. alle Aktivitäten über eine gemeinsame Plattform sichtbar gemacht werden.

Gerade im gemeinsamen Handeln wird die notwendige Aufmerksamkeit erreicht, von der letztlich jeder Einzelne profitiert. Apropos, eine Zusammenstellung der in einer Stadt verfügbaren Onlineshops, auf einer Website zu bringen wie das momentan mancherorts versucht wird, reicht nicht aus. Das hilft bestenfalls denjenigen, die sich sowieso schon als Onliner betätigen während die vielen anderen Händler dabei auf der Strecke bleiben.

Auf neuen Wegen dem Shutdown im stationären Handel begegnen

Das Füllhorn an Möglichkeiten ist groß und es gilt gerade solche zu ergreifen, die uns die Digitalisierung mit dem ohnehin schon veränderten Käuferverhalten bieten. Und das nicht zuletzt auch deshalb, weil sie oft sehr schnell und meist auch kostengünstig umzusetzen sind wie einige der folgenden Ideen zeigen.   

Möglichkeit 1:

Wir haben die Kreativität beim Verändern von Geschäftsmodellen und bei der Entwicklung frischer Ideen bereits angesprochen. Dazu gehört nach unserer Ansicht, dass die in Fachgeschäften oft bereits vorhandenen Serviceleistungen (die übrigens Onliner kaum bieten können) stärker in den Focus der Verbraucher gerückt werden und letztlich daraus neue Leistungen ableitbar sind.

Hier einige Beispiele:

  • Ein neuer Hol- und Bringdienst vom Autohaus, für Fahrzeuge die zur Inspektion, zum Reifenwechsel oder zur Reparatur müssen.
  • Das Einsenden von Rezepten für die örtliche Apotheke.
  • Bestellen und liefern von frischen Produkten aus dem regionalen Hofladen.
  • Die Terminabsprache zur Laufanalyse im Sportgeschäft.
  • Eine Pflanzenberatung über Chat.
  • Die persönliche Beratung zur Anpassung der neuen Schultasche für die Kids.
  • Nicht nur Pizza und Döner lassen sich per Bringdienst ausliefern. Auch Getränke, Lebensmittel, Mittagessen …
  • Ein gemeinsamer Shop über den Geschenkgutscheine verkauft werden.

Übrigens: Wie wäre es, die örtlich bereits existierenden Bringdienste von Pizzerien, Apotheken etc. zu organisieren. Warum sollten diese nicht auch das Buch aus dem Bücherladen, das Geburtstagsgeschenk aus dem Geschenkeladen oder die neuen Laufschuhe aus dem Sportgeschäft liefern können.

Möglichkeit 2:

Ebenfalls angesprochen haben wir das schnelle Erkennen von aktuellen Kundenbedürfnissen. So kann helfen, wenn man zur Situation passende Pakete entwickelt und anbietet.

Zum Beispiel:

  • Home Office Basis-Paket: Monitor, Adapter, Maus & Mauspad
  • Home Kids Paket: Playstation und Spiele
  • Renovierungspakete: Farbe, Abklebeband, Pinsel
  • Workout Home Kit: Bodenmatte, Faszienrolle, Hanteln

Wer jetzt unternehmerisch denkt und sich mit den aktuellen Bedürfnissen der Menschen beschäftigt kommt sicher aus seinem Produktportfolio auf passende Bundles, mit denen er Kunden begeistert. Und warum eigentlich nicht Kooperationsangebote mit komplementären Produkten benachbarter Geschäfte entwickeln?

Möglichkeit 3:

So mancher Händler trägt sich nun doch mit dem Gedanken ins Onlinegeschäft einzusteigen. Wenn auch nicht gleich mit einem eigenen Shop, so doch zumindest über die sofort verfügbaren Plattformen wie Ebay, Amazon und Co. Der Vorteil hier ist, dass dieser Weg vor allem auch dort hilft, wo Läger mit Saisonware gefüllt sind. Man erreicht schnell Reichweite, muss aber mit einem nicht unerheblichen Setup-Aufwand und relativ hohen Kosten rechnen. Bei diesem Vertriebsweg nicht zu unterschätzen ist auch der Aspekt einer nicht gerade direkten Kundenbindung zum eigenen Geschäft. Was aber allemal erreicht wird ist, dass Produkte online verfügbar sind und vor allem im Rahmen gemeinsamer Auftritte wie etwa einer mobilen Local1st Stadt-App eine hohe regionale Sichtbarkeit erreichen.

Möglichkeit 4:

Einen weiteren Weg, Umsatzeinbrüche zumindest abzumildern bieten die sozialen Medien, allen voran Facebook und Instagram. Besonders die eben beschriebenen Bundle-Angebote eignen sich hervorragend, um dort gepostet zu werden. Vor allem in Zeiten, in denen sich ohnehin sehr viele über diese Kanäle aktiv austauschen ist es angezeigt dort Präsenz zu zeigen. Unser Tipp: Ein eigener Instagram-Account kostet zwar Zeit aber kein Geld. Außerdem ist Instagram-Shopping eine der angesagtesten Shopping-Gelegenheiten. D.h., ein Business-Account mit einem kleinen Shop ist für ansonsten stationär orientierte Händler eine der kostengünstigsten und schnellsten Möglichkeiten, um digital Erfolge zu verbuchen. Auch hier gilt, dass ein gemeinsamer Aufritt in einer Stadt oder Region im Vergleich zu Einzelaktivitäten eine ungleich höhere Aufmerksamkeit schafft.

Zusammenfassung

Gerade die Digitalisierung, die bis vor wenigen Wochen vor allem vom stationären Handel noch eher als Bedrohung denn als Chance wahrgenommen wurde, bietet nun in Corona-Zeiten schnelle und äußerst attraktive Möglichkeiten, um Geschäftsmodelle anzupassen und Umsatzeinbrüche abzumildern. „Unser Herz schlägt für den stationären Handel, daran glauben wir.“ Deshalb haben wir Local1st für Kommunen und Werbegemeinschaften entwickelt. Mehr dazu unter www.local1st.de oder gern auch in Online-Beratungen.